Herrentour 2016 – Nürnberg-Fürth

Wie in den zurückliegenden 16 Jahren starteten die Herren der Tennisabteilung zu ihrer jährlichen 4-tägigen Tour vom 16. bis 19.6.216. Ziel war in diesem Jahr Nürnberg, mit einem Abstecher nach Fürth. In diesem Jahr waren 15 Herren der Einladung gefolgt. Das Hotel, in ruhiger Seitenstrasse, nur wenige Meter von einer U-Bahnstation entfernt, stellte sich als optimaler Ausgangspunkt heraus, so dass wir nach sehr freundlicher Begrüßung durch das Hotelpersonal, die vorbestellte Stadtführung durch „Gassen und Höfe“ der Altstadt Nürnberg aufnehmen konnten. Leider blieben wir von einpaar Regentropffen nicht verschont, was aber der Aufmerksamkeit nicht schadete. Nach 2 Stunden interessanter Eindrücke durften wir uns dann den bekannten „Nürnberger Bratwürstchen“ in einer historischen  Bratwurstküche zuwenden und dort die vielgepriesenen Biersorten aus Nürnberg verkosten. Am Abend erlebten wir im Biergarten des Hotels das erste Fußballspiel der deutschen Mannschaft bei der EM 2016.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes stand eine Besichtigung der Tucher Brauerei  auf dem Programm. Um dorthin zu gelangen bedurfte es einer Fahrt mit  einer fahrerlosen U-Bahn. Wir hatten das Gefühl in einer Geisterbahn zu sitzen. Die interessante Führung mit anschließender Bierverkostung (mehrere Sorten konnten probiert werden) war ein echtes Erlebnis und hat großen Eindruck über die Brautätigkeiten hinterlassen. Köstlich amüsiert haben wir uns über die „Feindseligkeiten“  der Fürther zur Nürnberger Bevölkerung und umgekehrt. Auch das hat zu unserer sehr guten Stimmung einen schönen Beitrag geleistet. Nach der Brauereibesichtigung führte uns der Weg in die Stadt Fürth, wo uns die Stadtführung „Führt kompakt und anschaulich“ erwartete. Durch die „negativen“ Aussagen der Nürnberger zu Fürth etwas skeptisch geworden, waren wir über die Schönheit der Fürther Altstadt sehr erstaunt und revidierten umgehend unsere voreingenommene Ansicht. Abends hatten wir – wie bei jeder vorhergegangenen Tour – ein anderes Lokal ausgesucht. Im „Heilig Geist Spital“, das über die Pegnitz gebaut ist, wurden erneut köstliche Nürnberger Spezialitäten verspeist.

Am Samstag stand Bildung auf dem Programm. Zunächst besuchen wir das DB-Museum. Für Freunde der Eisenbahn ist dieses Haus einfach ein muss, aber auch sonst vermittelt die Ausstellung einen sehr schönen und bleibenden Eindruck. Angefangen bei den Pionieren des Bahnwesens, über Salonwagen des Bayrischen Königs Ludwig II, bis zu Modellvarianten neuer ICE-Generationen, einer sehr umfangreichen Modellbahnübersicht, war hier alles zu bestaunen. Selbst eine kleine Fahrt mit der Feldbahn wurde angeboten.

Anschließend besuchten wir das in Nürnberg angesiedelte Doku-Zentrum (Reichsparteitaggelände) Hier wurde uns ein eindrucksvoller Überblick über Sinn und Unsinn der Regierenden der Zeit 1933 – 1945 vermittelt. Einiges der hier sehr gut dargestellten Dokumentationen war sicher manchem von uns bekannt, einigen vielleicht nicht, aber allen war anzusehen, dass man tief betroffen dieser sehr gut vorgetragenen und interessanten Führung gefolgt war.

Auf der Stadtführung am Donnerstag hatten wir von „historischen Felsengängen“ erfahren. Da uns noch Zeit blieb, haben wir uns dort der Führung angeschlossen und die mehrere Kilometer langen, labyrinthartigen Gänge, (Gesamtgröße 25.000 qm) die seit 1380 zur Bierlagerung, später auch Gurkenlagerung und im 2. Weltkrieg als Luftschutzbunker genutzt wurden, zu besichtigen. Außerdem wurden hier wertvolle historische Kunstgegenstände während des 2. Weltkrieges eingelagert und so vor der Zerstörung bewahrt. Die Gänge waren teilweise nur in gebückter Haltung begehbar. Trotzdem ein eindrucksvolles Erlebnis.

Unsere Abfahrt am Sonntag um 13 Uhr lies uns noch Zeit, die Kaiserburg zu besuchen. Das schöne Wetter und der  tolle Ausblick  auf die Stadt Nürnberg rundete unsere Tour eindrucksvoll ab. Wenn die Regionalbahn in Köln pünktlich abgefahren wäre, hätten wir Solingen um 16.42 h erreicht, so war es eine halbe Stunde später.

 

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