Auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran

(Teilnehmer: Angelika, Silvia, Petra, Andrea, Jürgen, Heiko, Uwe, Hans-Jürgen)

Anfang 2009 machten wir erste Pläne und am 19. August ging es endlich los. 7 Mitglieder der SLC-Langlaufgruppe fuhren nach Oberstdorf. 8 Tage, 6 Täler und 3 Länder erwarteten uns auf unserem Vorhaben, den Alpenhauptkamm zu Fuß zu über¬queren.

Nach einer schaflosen Nacht im Zug folgte die 1. Etappe von Oberstdorf zur Kemptener Hütte. Bei dem 3 ½-stündigen Aufstieg wurde einigen der Rucksack schon schwer und auch ich fragte mich, ob ich auf verschiedene Sachen besser verzichtet hätte.

In den nächsten Tagen wurde schnell klar, dass die gemütliche Almwanderung zur Kemptener Hütte nur der Einstieg war zu einer teils sehr anstrengenden Kletter¬partie im Hochgebirge. Beeindruckende Passagen durch grandiose Natur schlossen sich an. Der höchste Punkt unserer Wanderung war das Rettenbach Joch auf 2995 m Höhe im Anschluss an eine Übernachtung in der Braunschweiger Hütte auf 2759 m. Der Abstieg führte uns durch das Gletscher-Schigebiet von Sölden. Was im Winter vielleicht schön anzusehen ist, war jetzt im Sommer ein trauriges Beispiel verschandelter Natur.

Entschädigt wurden wir einen Tag später durch den wunderschönen Aufstieg zum Timmelsjoch und den Abstieg durch das idyllische Timmelstal. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Eine große Ziegenherde begleitete uns weiter oben unter Glocken¬gebimmel Richtung Tal abwärts.

Übernachtet haben wir überwiegend in den einfach ausgestatteten Hütten des DAV, durch die Gruppenstärke von 8 Personen hatten wir jedoch meistens das Glück, einen Schlafraum für uns alleine zu belegen. Zweimal (in Zwiesel¬stein und Stuls) gönnten wir uns die Übernachtung in einem schönen Gasthof.

Wir hatten sehr viel Spaß und erlebten eine gute Gemeinschaft, täglich wurden der Held und die Heldin des Tages gekürt.

Wir danken unserem Trainer Hans-Jürgen Reuter für die sachkundige Beglei-tung der Tour und für unsere gute Kondition, ohne die diese Wanderung nicht möglich gewesen wäre

Viele Grüße an alle
Andrea und Jürgen

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