Trainingslager Westerstede 2013

trainingslager2013

Die Frage die sich die letzten Trainingslager stellte, war allzu oft: "Wer schreibt dieses Jahr den Bericht?". So dachte sich dieses Jahr der Moritz: "Schreib ich einfach mal den Bericht, macht ja sowieso sonst keiner..." Falsch gedacht! Der Lehrer machte sich ebenfalls die Arbeit. So wurde, selbst in Zeiten des schnellen Informationsflusses, fast gleichzeitig ein kompletter Bericht des Trainingslagers verfasst. Nun bekommt der Leser direkt zwei Berichte präsentiert. 2 Sportler, 2 unterschiedliche Berichte aber ein großes Hauptthema: Es war kalt!

Update: Die Bilder zum Trainingslager gibt es ab sofort in der Galerie.


In diesem Jahr wollten die Spitzensportler des SLC ein Trainingslager unter absolut verschärften Bedingungen absolvieren: bei arktischem Klima, gehandicaptem Trainer und einer wachsenden Invaliden-Trainingsgruppe.

Insgesamt erklärten sich 21 Verrückte dazu bereit, sich in der ersten Woche der Osterferien von Detlef (bzw. von Volker via Trainingsplan) quälen zu lassen, da weitere Sportler als Ausreden, nicht mitfahren zu können, triviale Dinge wie das Abitur vorschoben. Dabei war allen klar, warum diverse Leute nicht mitfuhren. Sie hatten die Wettervorhersage für Westerstede gelesen:

Arktisches Klima und eisiger Wind

Während des ganzen Trainingslagers herrschten in Westerstede frostige Temperaturen - bei jedoch größtenteils Sonnenschein - um den Gefrierpunkt, die durch eisigen Nordwind verschärft wurden. Jeder Sportler suchte daher auf dem Trainingsgelände Schutz hinter den Banden rings um die Bahn oder hinter Manuel W.. Die Verbindung von trockener Luft, starkem Sonnenschein und ständigem Duschen (aufgrund des dreimaligen Trainings) führte dazu, dass viele Sportler mit Nasen, die an ,,Rudolf" erinnerten, oder wenigstens mit aufgeplatzten Lippen durch die Gegend liefen und letztendlich Bodylotion in jedem Supermarkt in Westerstede ausverkauft war.

Die frostigen Temperaturen führten zudem dazu, dass der Gang zum Essensraum, bei dem 10 Meter im Freien zurückgelegt werden mussten, zur zusätzlichen Quälerei wurde. Nicht selten dachten einige Sportler bei sich, sie könnten auf dieser Strecke festfrieren und einen qualvollen Tod durch Verhungern sterben. Wie durch ein Wunder erreichten jedoch immer alle Sportler den Essensraum.

Der gehandicapte Trainer

Mit dem ersten Schritt aus dem Auto in Westerstede merkte Detlef, dass er sich die Vogelgrippe oder Schlimmeres eingefangen haben musste. Dieser Fluch endete leider auch erst als wir das Hössensportzentrum verließen. Detlef bewies jedoch während des gesamten Trainingslagers Kampfgeist und quälte sich oftmals - ebenso wie die Sportler - durch die Trainingseinheiten. Möglicherweise war dieses Trainingslager das erste, was dem Coach ebenso viel abverlangte, wie den Sportlern. Gerade deshalb - und wegen des Wetters - trainierte die Gruppe öfter als sonst in der Halle und arbeitete mittels Stabilisationsübungen verstärkt an den Grundlagen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön von der gesamten Trainingsgruppe an ihren Trainer, der trotz Erkältung und arktischem Klima das beste aus der Woche gemacht hat.

Das Invalidentraining

Detlef war jedoch nicht der Einzige, der den eisigen Temperaturen zum Opfer fiel. Neben Thommy, der bereits schon länger über Fußprobleme klagt, Simon, dessen Schulter Probleme bereitete, und Sam, der von seiner Leiste geplagt wurde, wuchs die Invalidentrainingsgruppe beinahe täglich an, sodass - unter der Leitung des Cheftrainers Palka - einzelne leicht erkältete Sportler dieser Gruppe beitraten. Rückblickend lässt sich jedoch festhalten, dass sich die Sportler des SLC immer wieder gegenseitig beigestanden und sich motiviert haben, bei kleineren Wehwehchen weiter zu trainieren.

Insgesamt wird die Saison zeigen, wie gut die Vorbereitung durch das Trainingslager in sportlicher Hinsicht war. Hinsichtlich gemeinsamer Erlebnisse ist die Woche jetzt schon als Erfolg zu sehen, da das Trainingslager wohl allen viel Freude gemacht hat und bei gemeinsamen Aktionen - wie zum Beispiel dem Bowlingabend - der Zusammenhalt der Gruppe gestärkt wurde. In diesem Kontext muss festgehalten werden, dass Thommy und Tim auf die höchste Geschwindigkeit beim Bowlen gekommen sind.

Ein großer Dank an alle, die erfolgreich am Trainingslager 2013 mitgewirkt haben! Danke auch dafür, dass es doch noch T-Shirts gab, die farblich sogar mit ,,normalen" Farben kombiniert werden können.

Michael


Da kehrt man wie jedes Jahr ins Hössensportzentrum in Westerstede ein und freut sich in der Wettervorhersage über 20% Regenwahrscheinlichkeit (also quasi kein Regen). Wohlwissend, dass die Temperaturen dieses Jahr nicht so hoch sein werden und trotzdem in der Hoffnung, dass es nicht ganz so kalt wird, fuhren die 21 Sportler und ihr Trainer gen Norden. Die erste Trainingseinheit brachte dann die kühle Wahrheit zu Tage. Minusgrade in der Nacht, Wetterwarnung für Windböen im ganzen Ammerland und am besten noch einen Pullover mehr unter der Trainingsjacke sollten keine guten Vorboten sein. Dieses Wetter hatte seine Rechnung jedoch ohne die lautstarken SLCler gemacht. Mit wärmendem Gebrüll ging es auf die erste Schokorunde und weggeblasen waren die ersten schlechten Eindrücke und los ging es mit dem Trainingslager.

Der Trainer am Platz bekam -wie gewohnt- zu aller Zeit Rückmeldung aus dem Wald, wo sich seine Sportler befanden und angeführt von Manu S. und Aylin, wurden ,,Zehn nackte SLCler..." und ,,Wir sind der Clup" zum Besten gegeben, möglichst laut und noch lauter und schneller. Beim Training musste nur bedingt zurückgesteckt werden. Die Hallenzeiten in der großen Halle wurden aufgestockt und so konnte auch zum Nachmittagstraining mal eine Einheit mit warmen Händen und Waden absolviert werden. Das Training bestand wie jedes Jahr aus der Morgeneinheit um 9:30 Uhr, der Nachmittagseinheit um 16:00 Uhr und abends in der Halle um 20:30 Uhr. Dank Boxen in der selbigen auch mit der entsprechenden musischen Begleitung.

Die durfte auch in der Sportschule nicht fehlen, dessen Zimmer, wie auch 2011, wieder bezogen wurden. Ob die Musik aus Zimmer 11 (auch Stube 11 genannt) oder 13 besser oder lauter war, blieb den zahlreichen Zuhörern selbst überlassen. Neben dieser wichtigsten Aktivität auf den Zimmern zählte das Duschen vermutlich zur Zweitwichtigsten. Platz 3 wurde dank drei Game-Pads Nintendos ,,Mario Kart 64", welches bis zum Exzess, vorwiegend abends, gezockt wurde. Die restlichen Pausenfüller waren, mittags und abends nach der letzten Einheit, lustige Gesellschaftsspiele im Gemeinschaftsraum. Dass die Klingel von Halli Galli überlebt hat, dürfte wohl an der sehr massiven Bauweise gelegen haben und die Skatkarten dürften so oft wie nie in einem Trainingslager gemischt worden sein, dass man sich schon wundern musste, dass noch keine Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Daneben durften ein paar Pokerrunden ebenfalls nicht fehlen.

Als Ansporn wurde im Gemeinschaftsraum am ersten Tag ein Fass Bier platziert, an dem der ,,Einheitenzähler" herunterzählte. Auch wenn die Trainingseinheiten die zentrale Rolle spielten, durfte ein bisschen Freizeit auch nicht fehlen. Diese wurde am Mittwoch mit einem Bowlingabend in Apen abgegolten. Einen Tag zuvor sorgten abends zwei große Schüsseln für eine fruchtige Überraschung. Zusammen mit Inga, Martin und Sam hatte Manuel einen Obstsalat kreiert. Auch das Essen in der Herberge war wie jedes Jahr einwandfrei. Vereinzelt gab es während des Essens heftiges Stühle rücken, als abzusehen war, dass sich in wenigen Sekunden eine Horde von Fußball-Schülern oder Schwimmern über das Büfett hermachen würde und sich die leeren SLC-Mägen noch einen zweiten oder dritten Teller vor der Schlange sichern wollte.

Neben den Fußballern und den Schwimmern war auch noch ein Verein aus Mülheim und, wie jedes Jahr, der TUS Syten im Sportzentrum vertreten. Letzterer brachte auch eine kleine Abwechslung in Form einer Polonaise in den Abschlussabend am Donnerstag ein, der neben Tanzen, einer abschließenden Skat-Runde und Thomas Form von Hangman mit Raten und Erörtern von medizinischen Begriffen eine Breakdance Einlage von Christ zu bieten hatte. Gefeiert wurde da ein zu großen Teilen erfolgreiches Trainingslager. Die Rekordtemperaturen -leider in Richtung der negativen Temperaturskala- beim achten Besuch in Westerstede und ein paar Krankheitsfälle taten der Stimmung keinen Abbruch. Am Freitag waren alle heiser und das nicht nur durch Krankheit, sondern auch durch das lautstarke Verbreiten der Solinger Motivationsrufe. 

Westerstede: Wir kommen wieder, nächstes Jahr, dann noch lauter und wieder wärmer. Garantiert, denn kälter geht es nicht mehr!

Moritz

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