SLC-Läufer/innen zum Einstieg mit starken 3000 m-Zeiten

Auftakt der Bergisch Gladbacher Laufserie

Nach einigen Wochen der weitgehenden Wettkampfabstinenz starteten die Läufer/innen des SLC in die letzte Phase der Saison 2016, die noch einige Highlights mit sich bringen soll. In Bergisch Gladbach stand mit den 3000 m eine Distanz an, die für die meisten am unteren Ende ihres bevorzugten Streckenbereiches angesiedelt ist. Dennoch war es ein Einstieg in die Laufserie, der sich sehen lassen konnte.

Verteilt auf mehrere Läufe hatten es vor allem die Läufer/innen nicht einfach, die in den ersten Läufen noch bei recht sommerlichen Temperaturen an Start gehen mussten. Mit Caroline Hardt ging dabei erstmals eine Solinger Läuferin für den SLC an den Start, die in der Vergangenheit stets für Vereine außerhalb der Klingenstadt gestartet war. Besser hätte ihr Einstand kaum laufen können, denn auf Anhieb gelang ihr in 11:12,47 Minuten eine persönliche Bestzeit. Alexandra Krause-Kassebeer (W 40) lief in 11:52,49 Minuten ebenfalls schneller als je zuvor. Mario Zielinski (M 35), kam trotz Trainingsrückstands in 11:28,19 Minuten bis auf zwei Sekunden an die Bestmarke seiner „zweiten Läuferkarriere“ heran.

Im folgenden Lauf lief Lars Deinet (M 35) in 10:25,48 Minuten ein solides Rennen, ohne allerdings ernsthaft seine persönliche Bestzeit zu attackieren. Eine sehr schöne Leistungsentwicklung nimmt derzeit Nachwuchsläufer Dominik Steffens (M 15), der sich allerdings trotz deutlicher Verbesserung auf 11:01,48 Minuten über die knapp verpasste 11 Minuten-Grenze ärgerte.

Bevor dann die schnellsten Solinger 3000 m-Läufer/innen in Aktion traten, ließ es sich der SLC-Vorsitzende Uwe Ludwig nicht nehmen, auch als Athlet der Klasse M 50 noch einmal das Gefühl der Laktat-Übersäuerung in den Beinen über 800 m zu spüren. In 2:30,12 Minuten zeigte er den für ihn schon immer  selbstverständlichen Kampfgeist. Im Ziel war er damit zwar gut 35 Sekunden langsamer als zu seinen besten Aktivenzeiten. Der Erschöpfungszustand nach dem Rennen war aber mindestens gleich hoch.

Gespannt war man dann auf den Start von Solingens Vorzeigeathletin Inga Hundeborn. Die Trainingseindrücke der letzten Wochen waren außerordentlich gut und eine persönliche Bestzeit über 10 km beim Aachener Nachtlauf in 35:37 Minuten auf einer eher suboptimalen Strecke ließ auch berechtigte Hoffnungen auf eine Verbesserung ihrer 3000 m-Bestmarke zu. Inga lief dann auch stark und vor allem sehr gleichmäßig. Am Ende fehlten ein Tick mehr eigene Courage und zwei Sekunden an der neuen persönlichen Bestzeit. In 9:42,87 Minuten war es aber immerhin ihr bisher zweitbestes Ergebnis über diese Distanz. Mit im Rennen waren auch ihre beiden wichtigsten Trainingspartner. Der eine, Routinier Dirk Voigt-Krämer (M 45), ging nach einigen anstrengenden Schichtdiensten als Krankenpfleger, eher defensiv an, kam dann aber immer besser ins Rennen, um am Ende in 9:58,00 Minuten noch knapp unter 10 Minuten zu bleiben. Diese Marke verfehlte Daniel Karl, der etwas zu forsch anging und dafür am Ende Tribut zollen musste, in 10:00,85 Minuten knapp.

Volker Treppel

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