SLC-Erfolge beim 26. Korschenbroicher Citylauf

Der Korschenbroicher Citylauf gehört zu den größten deutschen Citylauf-Veranstaltungen überhaupt und so ist es kein Zufall, dass die Veranstaltung als eine von 11 Qualifikationsrennen Bestandteil des German Road Races-Nachwuchscups 2014 im 10 km-Straßenlauf ist, dessen Finale anschließend am 26.10.2014 in Berlin stattfindet.

Da dieser Cup einen hohen Stellenwert in der Saisonplanung von Inga Hundeborn einnimmt, galt es in Korschenbroich eine erste Marke für die Finalqualifikation zu setzen, für die zwei Ergebnisse aus den 11 Veranstaltungen in die Wertung kommen.

Dies gelang in eindrucksvoller Weise. Inga gewann nicht nur in der weiblichen Jugend U 20, sondern holte sich in 37:01 Minuten auch überlegen den Gesamtsieg der Frauen. Dabei distanzierte sie die Zweitplatzierte und gleichzeitige Siegerin der U 23, Melina Buil vom SV Sonsbeck (37:57 Min.), zum zweiten Mal in diesem Jahr klar. Die starke Sonsbeckerin holte im letzten Jahr immerhin Bronze über 5000 m bei den Deutschen Jugendmeisterschaften und gehört damit auch zu besten deutschen Nachwuchslangstrecklerinnen.

Das Rennen in Korschenbroich, das auf einem achtmal zu absolvierenden Rundkurs stattfand, war für die Spitzenläufer/innen aber alles andere als einfach. Der Grund lag darin, dass die Veranstalter mehr als 650 Läufer/innen in einen Lauf packten, was auf dem kurzen Rundkurs zu ständigen Überrundungen führte, so dass die Spitzenläufer sich ständig slalomähnlich ihren Weg durch die sehr viel langsameren Volksläufer bahnen mussten und dabei auch häufig abstoppen und wieder antreten mussten. So war Korschenbroich leider keine Veranstaltung für Bestzeiten, aber dennoch setzte sich Inga an die Spitze der Cupwertung und dürfte beste Aussichten für die Finalqualifikation haben.

Einen zweiten SLC-Sieg holte Dirk Voigt-Krämer in der Klasse M 45 in 36:10 Minuten, wobei auch er, wie auch Lars Deinet als Zweiter der M 35 in 37:48 Minuten, zu den Überrundungsgeschädigten gehörte.

Hier muss sich der Veranstalter für die Zukunft unbedingt etwas einfallen lassen, sprich eine Laufunterteilung nach dem Leistungsvermögen der Läufer vornehmen. Dies vorausgesetzt, dürfte der Kurs ansonsten durchaus die Chance auf Spitzenzeiten zulassen. So spiegeln die Zeiten in der Spitze aber nicht das wahre Leistungsvermögen der Läufer/innen wieder.

Volker Treppel

 

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