Inga Hundeborn mit Klasselauf auf Platz 5 der Juniorinnen U 23

Deutsche Crosslauf-Meisterschaften in Herten

Deutsche Crossmeisterschaften, die ihren Namen absolut verdienten, richteten die erfahrenen Laufveranstalter im westfälischen Herten aus. Neben einer Toporganisation bot man auch eine Strecke, die den Teilnehmern alles abverlangte. Der gut einsehbare, sehr selektive Rundkurs war an vielen Passagen trotz während der Läufe weitgehend trockenen Witterungsverhältnissen so morastig, dass gleich mehrere Teilnehmer darin ihre Laufschuhe verloren und auf Socken weiterlaufen mussten.

Zum Glück kamen die Teilnehmerinnen des Frauenlaufes ohne Schuhverlust über die Runden, so dass am Ende ein Ergebnis zustande kam, dass die Besten vorne sah. Wie schon bei den Hallenmeisterschaften zeigte sich auch im Crossgelände, dass bei den Frauen die Wachablösung der etablierten Spitze durch die nachrückenden jungen Nachwuchsläuferinnen voll im Gange ist.

Im Frauen-Hauptlauf über 5,9 km, in den auch die Läuferinnen der U 23 und der Altersklassen W 35 bis W 45 integriert waren, dominierten die Juniorinnen der U 23 die Konkurrenz. Umso erfreulicher war es, wie stark sich Inga Hundeborn in der starken Konkurrenz behauptete. Nach einem klug eingeteilten, auch kämpferisch herausragendem Rennen belegte sie in der U 23, eingerahmt von den international bereits mit Medaillengewinnen dekorierten DLV-Nationalmannschaftsläuferinnen nach 23:05 Minuten einen tollen fünften Platz. Nur einmal zuvor konnte sich Solingens Vorzeigeläuferin noch weiter vorne bei Deutschen Meisterschaften platzieren. Im Crossgelände, wo naturgemäß die Spitzenläuferinnen der verschiedenen Distanzen, auf einer Strecke aufeinander treffen, landete sie sogar noch nie zuvor so weit vorne. In der Gesamtwertung aller Frauen, in der sie mit Platz 15 unter 142 Teilnehmerinnen beste Läuferin aus dem westdeutschen Raum war, stand auch ein im Vorfeld nicht zu erwartendes Resultat zu Buche.

Inga setzte damit ihre guten Trainingsleistungen der letzten Wochen in eine noch bessere Wettkampfleistung um und kann nun die nächsten Trainingsetappen und Wettkampfaufgaben optimistisch und gestärkt in Angriff nehmen.

Bernd Scharbert, der in der M 65 an den Start gehen wollte, musste aus Verletzungsgründen auf seinen Start leider verzichten.

Volker Treppel

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