Ein starkes SLC-Trio bei der DM

Auf die Minute in Topform präsentierten sich Inga Hundeborn, Sam Auer und Christ Mmbulu Mbaya bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Rostock. In ihrer Klasse U 18 gelangen Inga Hundeborn als Siebente des 1500 m-Finales und Sam Auer mit der Zwischenlaufteilnahme über 100 m hervorragende Einzelergebnisse und auch die 4 x 100 m-Staffel der StG Wuppertal/Solingen mit Chris Mambulu Mbaya und Sam Auer konnte als Zweite des B-Finales und damit als DM-Zehnte überzeugen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen, über die sich die Sprinter und Techniker natürlich freuten, die aber für die Aktiven, die in den längeren Laufdisziplinen starteten, alles andere als ideal waren, musste Inga Hundeborn am Freitagmittag als erste der SLC-Teilnehmer zu ihrem Vorlauf antreten. Sage und schreibe 31° C zeigte das Thermometer unter der Zuschauertribüne zu dieser Zeit an. Dies war allerdings die Temperatur im Schatten. Auf der Laufbahn, die keinerlei Schatten bot, war es noch deutlich heißer. Inga lief trotz der schwierigen Bedingungen in 4:40,35 Minuten gut sechs Sekunden schneller als im Vorfeld der DM. Als Dritte ihres Vorlaufes und mit der insgesamt sechstbesten Vorlaufzeit erreichte sie souverän das Finale.

Auch die Sprintstaffel der StG mit den WSV-Startern Tim Ediger und Marc André Traichel und den SLC-Sprintern Christ Mambulu Mbaya und Sam Auer auf den Positionen drei und vier überzeugte gleich im Vorlauf mit einer deutlichen Steigerung auf 43,71 Sekunden. Damit qualifizierte sich das bergische Quartett für das B-Finale, in dem es um die Plätze 9 bis 16 ging. Dies war angesichts der starken Konkurrenz im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten. Das Marc André Traichel vor dem Finale noch zu seinem 400 m-Vorlauf antreten musste war für die Staffel natürlich nicht ideal. Dennoch wiederholte man in 43,81 Sekunden das Vorlaufergebnis fast noch einmal und kann als Zweite des B-Finales nun für sich in Anspruch nehmen, zu den Top 10 ihrer Altersklasse in der Sprintstaffel zu gehören.

Am Samstag gab dann Sam Auer sein Einzeldebüt bei Deutschen Jugend-Meisterschaften. Aus sieben Vorläufen wurden die Teilnehmer für drei Zwischenläufe gesucht. Aufgrund der Meldeliste gehörte Sam nicht unbedingt zu den Kandidaten für ein Weiterkommen, aussichtslos war das Unterfangen nach den Eindrücken aus den Staffelrennen aber nicht. Das nur wage erhoffte Ergebnis wurde dann aber Realität. In 11,22 Sekunden sprintete Sam persönliche Bestzeit trotz eines Gegenwindes von 1,4 m/Sekunde. Im Zwischenlauf folgte dann bei Windstille in 11,20 Sekunden noch eine weitere Steigerung. Das DM-Debüt war mehr als gelungen.

Der Schlusspunkt aus SLC-Sicht war dann wieder Inga Hundeborn vorbehalten. In einem starken ausgeglichenen 1500 m-Feld deutete sich nach den Vorläufen ein recht offenes Rennen hinter der deutlich favorisierten WM-Fünften, Maria Dietz, an. Die Fürtherin sorgte dann auch von Beginn an für klare Verhältnisse. Dennoch war auch die Verfolgergruppe nicht langsam unterwegs. In 71,5 Sekunden ging Inga die ersten 400 m an. Dann trat aber das ein, was eigentlich unbedingt vermieden werden sollte. Gleich mehrfach kam es innerhalb des Feldes zu Rempeleien und Spikeskontakten. Das trotz dieses alles andere als idealen Rennverlaufes am Ende noch eine gute Endzeit von 4:40,22 Minuten für Inga heraussprang, ließ nur erahnen, was bei besseren Witterungsbedingungen und einem runderen Rennverlauf zeitlich möglich gewesen wäre. Als Siebente schaffte Inga zum zweiten Mal den Sprung auf das Siegertreppchen der besten acht bei Deutschen Meisterschaften. In der U 20 hätte ihre Zeit sogar zu Platz fünf gereicht, aber die größeren Lauftalente des DLV gehören momentan bei den Mädchen eher den jüngeren Jahrgängen an.

Volker Treppel

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